LIMA-BASAR

WANN:

am 11.11.2018
ab 11:00 Uhr, nach dem Gottesdienst
bis 18:00 Uhr

 

WO:

Gemeindehaus der ev. Kirche in
Kaan-Marienborn, Augärtenstraße 4

 
WAS:

Verkauf von hübschen selbst gemachten Dingen,
zum Genießen und Verschenken, wie Socken,
Marmeladen, Deko Artikel, Holzartikel, kleine
Köstlichkeiten und ein großer Büchertisch.
In unserem Bistro haben Sie die Möglichkeit sich
zu stärken und die gemeinsame Zeit
zu genießen.

 
WER:

Das Team FRAUEN GEMEINSAM freut sich auf
Ihren Besuch und das Kinderwerk Lima auf Ihre
Unterstützung.

Flyer Basar 2018

 

 

 

Gontermann-Peipers-Stiftung
Großzügige Spende an Kirchengemeinde

Die Gontermann-Peipers-Stiftung hat der Diakoniegruppe der Ev. Kirchengemeinde Kaan-Marienborn eine Spende über 10.000 € zukommen lassen. Damit unterstreicht die Fa. Gontermann-Peipers als mittelständisches Unternehmen mit ihrer Stiftung einmal mehr ihre gesellschaftliche Verantwortung in der Region.

Die Spende kommt der diakonischen Arbeit der Ev. Kirchengemeinde zugute. Die über 40 Helferinnen und Helfer der Diakoniegruppe haben im vergangenen Jahr über 7.000 Einsatzstunden geleistet. Das Geld wird zur Hälfte verwandt zur Entlastung von pflegenden Angehörigen. Mit der anderen Hälfte werden in der Gemeinde Menschen in sozialen Notlagen unterstützt.

Seit 2000 erwirtschaftet die Gontermann-Peipers-Stiftung jährlich rd. 60.000 €, die ausschließlich „wohltätigen Zwecken“ unserer Region zufließen.

Ev. Kirchengemeinde Kaan-Marienborn

 

 

Liebe Volnsberger / liebe Gemeindeglieder!

 

Die Gottesdienstbesucher in Volnsberg haben es schon gemerkt, die anderen eher nicht, in der Kapelle in Volnsberg finden seit September 2017 keine Gottesdienste mehr statt.

Das hatten wir in einer Gemeindeversammlung im letzten Jahr der Gemeinde in Volnsberg  mitgeteilt.

Der Grund liegt in den Veränderungen unserer Gemeinden im Siegener Bereich und in der geringen Resonanz, die die Gottesdienste in den letzten Monaten und Jahren erfahren haben.

Seit Jahrzehnten wurde die Kapellenschule als Gottesdienststätte genutzt.

1958 wurde die Übernahmevereinbarung von der Kirchengemeinde und der politischen Gemeinde unterzeichnet, nachdem sie als Schule nicht mehr genutzt wurde.

Die Kapellenschule befand sich damals in einem schlechten baulichen Zustand. Die politische Gemeinde war finanziell nicht in der Lage ausreichende Bauunterhaltungsmaßnahmen zu tätigen. Das übernahm die Kirchengemeinde.

Mitte der 70er und Anfang der 80er Jahre fanden dann noch einmal Sanierungsmaßnahmen statt.

Die Kapellenschule, 1740 erbaut, hat eine lange und wechselvolle Geschichte hinter sich.

Eine neue Etappe ist dazu gekommen. Die Evangelische Kirchen-gemeinde Kaan–Marienborn wird die Kapellenschule in Volnsberg nicht mehr gottesdienstlich nutzen.

In einem letzten Gottesdienst, am 18. März 2018 um 10.00 Uhr, wollen wir einen letzten Gottesdienst feiern.

Wir wollen in diesem Gottesdienst Frau Klein und Ehepaar Freudenberg ganz herzlich für die unentgeltliche, ehrenamtliche Küsterarbeit danken.

Dazu laden wir Sie alle ganz herzlich ein!

 

                                                                     Gerhard Utsch

 

 

 

Gäste im Gemeindehaus Bürbach

 

Vielleicht haben es schon einige gemerkt. Sonntags verwandelt sich das Ortsbild in Bürbach um die Mittagszeit.

Dann zieht eine Gruppe junger Leute aus dem Unterdorf ins Gemeindehaus. Gebürtige Bürbacher sind es nicht. Das sieht man an der Hautfarbe und an der Kleidung der Frauen. Es sind Eritreer.

 

Einen Krieg wie in Syrien oder im Irak gibt es zwar nicht. Doch die Lage in dem ostafrikanischen Staat ist für viele Einwohner unerträglich. Die Eritreische Volksbefreiungsfront (EPLF), die das Land 1993 in die Unabhängigkeit führte, regiert das Land bis heute mit eiserner Faust.

Meinungs- und Pressefreiheit existieren nicht. Journalisten und Oppositionelle müssen jederzeit damit rechnen, verhaftet und ohne Anklage interniert zu werden. Zahlreiche Kritiker und Gegner des Regimes verschwanden bereits spurlos.

Junge Männer haben überdies das Problem, dass sie nach dem 18. Lebensjahr zum Militärdienst eingezogen werden – und das potentiell ohne zeitliche Begrenzung. Dabei ist unklar, wo sie eingesetzt werden und zu welchem Zweck. Den Betroffenen ist es deshalb oft nicht möglich, eine Familie aufzubauen.

Etwa die Hälfte der Eritreer sind orthodoxe Christen, die andere Hälfte sunnitische Muslime.

Die Regierung fürchtet ständig, dass Äthiopien danach strebt, das Land wieder zurück zu erobern. Das Ergebnis ist, dass die Regierenden jeden unterdrücken, gefangen setzen und foltern, den sie als Bedrohung für den Staat ansehen, und das schließt Christen ein, die nicht registrierte orthodoxe, lutherische oder katholische Kirchen besuchen.

Unsere Gäste in Bürbach gehören der orthodoxen eritreischen Kirche an und feiern in der Regel sonntags nachmittags ihre Gottesdienste bei uns. Sie hat in Eritrea rund 2 Mill. Mitglieder.

Die Frauen tragen weiße Gewänder und Kopftücher oder Schleier. Viele der Männer haben ebenfalls ein weißes Tuch um die Schultern. Alle ziehen ihre Schuhe aus, bevor sie den Gottesdienstraum betreten. Fremdartiger Gesang ist Bestandteil des Gottesdienstes.

Es hat an anderen Orten schon Missverständnisse gegeben, weil man die Leute für Muslime hielt.

Die eritreisch orthodoxe Kirche gehört zu den altorientalischen Kirchen, deren Wurzeln bis in frühe Zeiten der Christenheit gehen, bis zu den Kopten, die es heute noch in Ägypten gibt.

Vieles ist uns fremd. So hat beispielsweise der eritreische Kalender 13 Monate. Davon haben zwölf Monate 30 Tage. Der 13. Monat ist ein Schaltmonat und dauert fünf bzw. sechs Tage.

Der Jahresbeginn (Enkutatash) fällt immer auf den 11. September bzw. vor einem Schaltjahr auf den 12. September.

Schätzungsweise leben z. Zt. 30.000 eritreische Flüchtlinge in Deutsch-land, teilweise schon seit den 90er Jahren. 90% sind orthodoxe Christen. Ihr Gottesdienst, ihre Liturgie ist für sie ein Stück Heimat in einem für sie fremden Land.

Zu den Schafen zu seiner rechten sagt Jesus im großen Weltgerichtsgleichnis: „Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen.“

Gerhard Utsch

 

Fremde sind Freunde,
die man nur noch nicht kennengelernt hat.