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Meine Stärke und mein Lied ist der Herr,
er ist für mich zum Retter geworden.
2. Mose 15. 2

 

Liebe Gemeinde!

Jahrzehnte der Unterdrückung lagen hinter Mose und seinem Volk. Immer unerträglicher waren die Folterungen.
Und dann die Befreiung.
Mose und sein Volk führen die Rettung auf Gott zurück. Es ist Gottes Tat, hinter und neben allem Mut den die Menschen aufgebracht haben zu rebellieren und Widerstand zu leisten. Mose scheut vor Gewalt gegen die Unterdrücker nicht zurück. Das Volk zieht vor den Pharao, den Unterdrücker und Despoten und protestiert. Das Bekenntnis des Moses wird zu seiner Lebensmaxime, zu seinem Leitspruch für Freiheit und Gerechtigkeit. Mose stellt sich ganz bewusst unter die Stärke und Führung Gottes. Alles was ihn stark macht ist die Kraft Gottes. Dass dabei nicht alles glatt läuft, dass dabei Fehler passieren, dass Mose dabei auch schuldig wird an Menschen und an Gott, gehört tragischer Weise dazu.
Der Monatsspruch für den Monat Juni ermutigt uns zum Widerstand gegen die Ungerechtigkeiten in der Welt. Er ermutigt uns Kraft und Mut zum Widerstand bei Gott zu suchen und uns nicht kleinmütig und resignativ zurück zu ziehen. Es ist ein Skandal, dass in unseren Flüchtlingsunterkünften gähnende Leere herrscht und in Griechenland, einem Land am Abgrund, Flüchtlinge unter menschenunwürdigen Umständen „leben“ müssen. Es ist ein Skandal, dass die „Wertegemeinschaft“ der EU sich offensichtlich nur auf das Verdienen bezieht. Ein Großverdiener ist Deutschland. Es ist ein Skandal der Weltgemeinschaft, dass Millionen und Milliarden in die Rettung von Banken gesteckt wird, aber die Lebensumstände der Menschen in den Kriegsgebieten nicht verbessert werden können. Es ist ein Skandal, dass am Krieg in Syrien immer noch verdient wird.
Lassen wir uns zum Widerstand ermutigen, zum öffentlichen Bekennen unseres Glaubens, der Gerechtigkeit schon heute will. Meine Stärke und mein Lied ist der Gott, Gerechtigkeit und Leben will. Lassen Sie uns Gottes Segen dazu erbitten!

Gerhard Utsch