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Religionspädagogisches Konzept

Das Kind erfährt unseren Kindergarten als einen Ort, an dem es fröhlich und unbeschwert als Gotteskind leben kann. Es erfährt Annahme und lernt gleiches zu tun! (Röm. 15,7)

 

Vorwort

In einer Zeit, in der sich die Menschen weitgehend in ihrem gesellschaftlichen Zusammenleben an materieller und individueller Bedürfnisbefriedigung orientieren, ist es uns wichtig, einen wertschätzenden und aufmerksamen Umgang miteinander zu pflegen, unabhängig von der nationalen, sozialen oder religiösen Heimat des Einzelnen.

Die Bibel bezeugt uns Gottes Wertschätzung gegenüber seiner ganzen Schöpfung und ermutigt und ermahnt uns zu einem verantwortlichen und wertschätzenden Umgang miteinander.

Das Familienzentrum ist der Ort an dem der Träger, das Team, die Eltern und die Kinder die Kernaussagen der Bibel als Orientierung verstehen und diese in ihrem Alltag erfahren, umsetzen und leben, jeder und jede mit seinen Stärken und Schwächen, jeder und jede mit dem Wissen und Vertrauen darauf,  dass alle Menschen vor Gottes Angesicht gleich wertvoll sind.

 

Kirchlicher Auftrag

Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn ihnen gehört das Himmelreich. Mk. 10,14

Das Vermitteln christlicher Werte und theologischer Inhalte sowie das Erzählen biblischer Geschichten sind wesentliche Bestandteile des kirchlichen Bildungsauftrages.

Alle Erzieher/Innen stehen bewusst zur Evangelischen Kirche und dem christlichen Glauben und besitzen die Offenheit, sich mit religiösen Themen zu beschäftigen, von und miteinander zu lernen.

Das Familienzentrum, und damit der Kindergarten, steht unter der Trägerschaft der ev. Kirchengemeinde Kaan – Marienborn. Es ist ein zentraler Baustein innerhalb des Gemeindelebens und bietet den Menschen die Möglichkeit, Wege in das Gemeindeleben zu finden und die Angebote der Kirchengemeinde wahrzunehmen.

 

Im Alltag, ganz praktisch…

erleben wir mit den Kindern bewusst und aktiv das Kirchenjahr, dabei orientieren wir uns an den kirchlichen Festen und Traditionen.

  • Geschichten aus dem Alten Testament, sowie Gleichnisse und Erzählungen aus dem Leben Jesu dienen als Orientierung und Leitfaden für gemeinsames Leben und Aufwachsen.
  • Lieder und Gebete, als tägliches Ritual, verinnerlichen die christlichen Inhalte und Werte. Sie geben uns Sicherheit und Halt in der Bewältigung unseres Alltages und lassen uns Gott und Jesus erfahren. Sie lassen uns spüren, dass Gott als Gesprächspartner da ist.
  • Projekte zur Bibel, bestehend aus Spielen und kreativen Angeboten helfen uns, die Aussagen der Bibel mit allen Sinnen wahrzunehmen, zu verstehen und zu verinnerlichen.
  • Gottesdienste zu den Jahresfesten helfen uns Traditionen kennenzulernen und gemeinsam zu erleben. Gottesdienste sind auch der feierliche Abschluss von Projekten und Erzählreihen, und die Bitte um Gottes Segen auf neuen Wegen. (Abschiedsgottesdienste)
  • Gemeindefeste lassen uns in fröhlicher und entspannter Atmosphäre erleben, ein Teil der Gemeinde zu sein. Sie unterstützen uns im Aufbau von sozialen Kontakten und bieten uns so ein Gefühl der Zugehörigkeit zu der heimatlichen Gemeinde.  
  • Angebote wie Elternfrühstück und Elterncafè unterstützen das soziale Netzwerk und die Verankerung der Familien im Familienzentrum und in der Kirchengemeinde.
  • Unsere Teilnahme an Aktivitäten der Gemeindegruppen, die Veröffentlichung und Einladung zu den gemeindlichen Angeboten, öffnen den Weg in die Gemeinde und erleichtern den Zugang zu den entsprechenden Gruppen und Veranstaltungen.

(Krabbelgruppe, Abenteuerland, Jungschargruppen, Frauen gemeinsam, Helferkreis, Seniorenarbeit u.a.m.)

  • Die vertrauensvolle Beziehung zu den verantwortlichen Personen in der Kirchengemeinde ermöglicht eine gute, ideenreiche und flexible Gestaltung der bestehenden und neu zu entwickelnden Angebote.

 

Das erwartet ihr Kind.

Zu den selbstverständlichen Ritualen, die das Kind vom ersten Kindergartentag an immer wieder erlebt, gehören:

  • Das Tischgebet, oder -lied vor allen Mahlzeiten,
  • das Schlussgebet und die Bitte um Gottes Segen für den Heimweg am Ende des Kindergartenvormittages,
  • das Beschützerlied (Halte zu mir, guter Gott), für alle Geburtstagskinder, Jung und Alt,
  • der Abschluss der Wackelzahnstunde mit einem Segenslied, („Der Vater im Himmel segne dich …“),

 

Damit das Kind die biblischen Geschichten mit allen Sinnen altersentsprechend erleben kann, verwenden wir gerne…

  • den jahreszeitlichen und situativen Bezug,
  • das persönliche Erzählen im kleinen Kreis,
  • das Erzählen mit dem Kamischibei, (japanisches Erzähltheater)
  • das Erzählen biblischer Geschichten mit Egli - Figuren
  • das Legen von Bodenbildern,
  • Nachspielen der Geschichten in Form von Rollenspielen,
  • das Nacherzählen und Vertiefen durch den Einsatz von Rhythmusinstrumenten,
  • Lieder,
  • Gebete, auch freie Gebete
  • und Kreativangeboten mit unterschiedlichsten Techniken.
  • Das gemeinsame Feiern von Familiengottesdiensten zu Jahresfesten und als Projektabschluss.

Die zukünftigen Schulanfänger hören die Passionsgeschichte und erleben dabei die besondere Tischgemeinschaft des Abendmahles und die große Freude der Osterbotschaft.

 

Mit den Schöpfungsgeschichten, 1.Mose 1-31, 2.Mose 1-4 übergibt uns Gott die Verantwortung zur Bewahrung der Schöpfung, mit allem was darauf lebt, wächst und gedeiht. Wir Erwachsenen haben dem Kind gegenüber eine Vorbildrolle, der wir uns bewusst sind.

 

Das Kind erlebt so im täglichen Miteinander den sorgsamen und wertschätzenden Umgang mit Menschen, Tieren, Pflanzen und den Elementen des Lebens. Es ist uns ein Anliegen, dass jeder Mensch, ob groß oder klein, in unserem Haus freundliche Annahme und respektvollen Umgang erfährt und weitergibt.

Die Kirche, das Haus Gottes, steht unmittelbar neben dem Kindergarten, dem Haus der Kinder.  Das erste Mal erkunden die Kinder die Räumlichkeiten der Kirche zu Beginn ihrer Kindergartenzeit mit einem Vertreter der Kirchengemeinde.  Der Besuch der Kirche zur Vorbereitung und zur Teilnahme an Gottesdiensten ist daher für die Kinder immer wieder etwas Besonderes, aber nichts Fremdes.

 

Wie sichern wir den religionspädagogischen Anspruch?

Aus dem Kindergartenteam ist eine Erzieherin durch die Langzeitfortbildung „KiMiKi“ (Kirchenjahr Mit Kindern) qualifiziert, als religionspädagogische Fachkraft ihre Kolleginnen zu beraten und zu unterstützen. In reflektierenden und planenden Teamsitzungen werden vergangene Angebote konstruktiv überdacht und darauf basierend neue Angebote entwickelt.

Die Teilnahme des Pfarrers / Pfarrerin an Teamsitzungen und der Besuch der Leitung der Kita im Presbyterium sorgen für einen regelmäßigen Austausch und erhalten so die Qualität der religionspädagogischen Arbeit.

Die Mitarbeiter/innen nutzen die Fortbildungsangebote des Kirchenkreises Siegen.

 

Die hier ausgeschriebene Konzeption wird regelmäßig reflektiert und aktualisiert.